Allergologie: qualifizierte Diagnostik und spezifische Immuntherapie unter gesundheitspolitischen Restriktionen
Volkskrankheit Allergie (trotzdem) ein Praxisschwerpunkt
Nicht alles was juckt ist gleich eine Allergie; dennoch haben sich Allergien mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer 1 in ganz Europa entwickelt.
So hat die Heuschnupfen-Erkrankung bei Erwachsenen innerhalb von 8 Jahren um 70% zugenommen, bei den 13-14 Jährigen leidet jeder Sechste an Allergischem Asthma! 15-25% aller Deutschen haben mindestens 1 klinisch-relevante Allergie, bei jedem Dritten liegt eine Sensibilisierung (Vorstufe zur Allergie) vor!

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Gefahr Etagenwechsel

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Allergisches Athma Quelle: dpa
Nur frühe Diagnose und Therapie kann Ausweitung verhindern!
Trotz Zunahme der allergischen Erkrankungen ist die Allergologie aktuell eher rückläufig. Daten aus der Versorgungsforschung deuten darauf hin, dass derzeit nur ca 10% der Allergiker Leitlinien-konform behandelt werden. Dabei wäre eine frühzeitige kausale Therapie wichtig, denn 40% der Heuschnupfen-Patienten entwicklet im Laufe der Erkrankung ein Allergisches Asthma (Etagenwechsel).
Allergologische Kompetenz stärken?!
Schuld an diesem Zustand sind seit Jahren negative Trends in der Gesundheitspolitik: so sind antiallergische Basistherapeutika (Cromoglicinsäure und Antihistaminika der 1. Generation) nicht mehr verschreibungsfähig (ab dem 12. Geburtstag) und -pflichtig, was häufig zur Selbstmedikation ohne allergologische Diagnostik verleitet.
Testungen, sowohl die Haut- als auch die Labor-Verfahren, sind dazu noch Mengen- und Wiederholungs-begrenzt, d.h. z.B. nach einem Prick-Test wegen V.a. (Verdacht auf) Heuschnupfen kann dieser Test erst nach Ablauf von 5 Quartalen wieder erbracht werden, auch wenn nach vielleicht 9 Monaten ein neuer Verdacht auf Insektengift- oder Arzneimittel- oder Lebensmittel-Allergie auftritt.
Auf die Problematik der unzureichende Vergütung allergologischer Leistungen wird hier bewusst nicht eingegangen!
Erst die exakte allergologische Diagnose ...
Es gibt leider nicht "den" Allergietest; verschiedene Allergien benötigen auch unterschiedliche Testmethoden. Nur der Nachweis einer Erhöhung von Eosinophilen im Blutbild oder des Gesamt-IgE´s beweist noch keine Allergie! Erst in der Zusammenschau von Anamnese, klinischer Symptomatik, Allergen-Nachweis und ggfs. Provokationstestung ist eine Allergie sicher zu diagnostizieren.
In unserer Praxis werden durchgeführt:
Allergologische Anamnese

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Prick-Testung bei Typ-I-Allergien
Prick-Testung (bei V.a. Typ-I-Sensibilisierung gegen saisonale und/oder perenniale Inhalations-Allergene, Nahrungsmittel-Allergene, Insektengifte oder Arzneimittel)
Intracutan-Testungen (z.B. Nahrungsmittel-Allergene, Arzneimittel-Allergien)

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Nasale Provokation
Nasale Provokationen (zur Bestätigung einer Inhalationsallergie)

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Epicutan-Testung bei Typ-IV-Allergien
Epicutan-Testungen (bei V.a. Typ-IV-Sensibilisierung gegen Kontaktstoffe oder Nahrungsmittel-Additiva-Allergie)
Physikalische Testung (Kälte, Wärme, Druck) bei Urticaria (Nesselsucht)-Abklärung
Autologer Serum-Test bei Abklärung einer chronischen Urticaria
Berufsdermatologische Abklärung (siehe dort)

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EAST-Labor (Einsende-Labor)
Serum-Bestimmung von Gesamt- und/oder Spezifischem-IgE (Immunglobulin E)

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SCIT (Hyposensibilisierung)
... , dann die richtige Therapie!
Dazu gehören die allergologische Beratung über Relevanz der Sensibilisierung und Vermeidungsstrategien (Allergen-Karrenz), die symptomatische Lokal- und Systemtherapie und je nach Allergie auch eine (so frühzeitig, wie mögliche) gezielte Behandlung des Immunsystems mit einer Spezifischen (subkutanen) Immuntherapie (Hyposensibilisierung/Allergie-Impfung).
Wunsch-Testungen
Allergie-Testungen z.B. zur Abklärung des familiären Risikos ohne eigene Symptomatik, zur Berufswahl-Empfehlung oder vor zahnprothetischer Versorgung, sind heutzutage nicht im Leistungskatalog der GKV enthalten. Die Kosten halten sich aber durchaus im Rahmen. Weitere Informationen dazu finden Sie gerne hier (=> Wunschleistungen/IGeL), oder Sie lassen sich in der Praxis individuell beraten.



